Restructuring and Occupational Mobility : Support for Job Transitions in European Comparison

The job transition schemes in none of the four countries reviewed can be seen merely as another ‘instrument’ of active labour market policy, such as continued vocational training, direct job creation or job brokering. Whatever the technical content of job transition support may be, the framing of the schemes is primarily derived from industrial relations and concerns a negotiated exit from a company’s workforce.

Die Umstrukturierung von Arbeitsprozessen, Betrieben und Unternehmen ist heute zu einem permanenten Prozess geworden, der häufig mit Arbeitsplatzabbau verbunden ist. In mehreren europäischen Ländern finden wir eine Tradition von Begleitmaßnahmen, die an der kollektivenSituation des Arbeitsplatzverlustes ansetzen und in ihrem Anspruch über das Standardangebot der Arbeitslosenversicherung und der Arbeitsmarktpolitik hinausgehen. Derartige Modelle des „Beschäftigtentransfers“ setzen an der betrieblichen Verhandlungssituation über Personalabbau an und zielen darauf, die soziale Verantwortung des bisherigen Arbeitgebers statt in bloße finanzielle Kompensation in Unterstützungsmaßnahmen zu lenken, die auf die Erreichung möglichst gleichwertiger beruflicher Perspektiven in anderen Betrieben gerichtet sind. Aufgrund dieser Ausgangskonstellation sind nationale Modelle des Beschäftigtentransfers in die jeweiligen Traditionen der industriellen Beziehungen und des Arbeitsrechts eingebettet; auch wenn Leistungen der Arbeitslosenversicherung oder der aktiven Arbeitsförderung für den Beschäftigtentransfer in Anspruch genommen werden, lässt sich dieser nicht im beschränkten Kontext arbeitsmarktpolitischer Instrumentenreformen wirksam umgestalten. Nationale Modelle des Beschäftigtentransfers haben ihre Ursprünge in den industriellen Restrukturierungsprozessen der 1970er bis 1990er Jahre. Sie geraten heute unter Druck einerseits durch die Schwächung der industriellen Beziehungen und andererseits durch Reformen der Arbeitsmarktpolitik, die unter anderem mit deren tendenzieller Herauslösung aus dem korporatistischen Konsens verbunden sind. Die Marginalisierung des Beschäftigtentransfers durch den Paradigmenwechsel zur „aktivierenden“ Arbeitsmarktpolitik ist paradox, da beide das gleiche Ziel verfolgen. Daher werden in dem Beitrag die Erfahrungen in Schweden, Belgien und Österreich unter der Perspektive untersucht, welche Ansatzpunkte sie für die deutsche Reformdiskussion bieten könnten.

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