Frigidität 2.0 – Aktuelle Medikalisierungen von A_sexualität

Nichtexistente und wenig sexuelle Anziehung wurde historisch medikalisiert, also als medizinisches Problem betrachtet, das es zu ‚heilen‘ galt. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde beispielsweise Frigidität, also sexuelle Unempfindlichkeit, als eine sexualpathologische Störung aufgefasst, die nur bei Frauen diagnostiziert werden konnte. Ich möchte im Folgenden zeigen, inwiefern die Abwesenheit sexueller Anziehung auch heute noch als Bedrohung für ein heteronormatives System gesehen wird und Voraussetzung der bis heute anhaltenden, hartnäckigen Betrachtungsweise ist, dass es einer medizinischen Behandlung bedürfe.

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Spahn, A., 2021. Frigidität 2.0 – Aktuelle Medikalisierungen von A_sexualität. blog interdisziplinäre geschlechterforschung. https://doi.org/10.17185/gender/20210413
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