Inflammatorische Serumparameter als prognostische und prädiktive Marker beim Pankreaskarzinom

Markus, Maximilian GND

Ziel dieser Untersuche war die Untersuchung des Einflusses einer systemischen Inflammation auf die Prognose von Patienten mit fortgeschrittenen duktalen Adenokarzinomen des Pankreas. Als Surrogatmarker zur Quantifizierung der systemischen Inflammation dienten sogenannte „systemische inflammatorische Response (SIR)-Marker“. Diese Marker lassen sich aus im Rahmen der klinischen Versorgung erhobenen Befunden errechnen und können somit der regulären Krankendokumentation entnommen werden. In die Untersuchung flossen Daten von 193 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom, die im Zeitraum von 2007 bis 2012 am Westdeutschen Tumorzentrum mit einer systemischen Chemotherapie behandelt wurden. Erhobene Parameter umfassen Leukozyten … Albumin … C-Reaktives Protein usw. Für 5 dieser Marker konnte eine starke prognostische Wertigkeit herausgearbeitet werden; die Patientengruppe mit erhöhtem SIR Marker (systemische inflammatorische Respose) zeigte einheitlich eine ungünstigere Prognose. Interessanterweise konnte dieser Zusammenhang lediglich für die Subgruppe der Patienten mit metastasiertem Pankreaskazinom nachgewiesen werden, während bei der – deutlich kleineren – Subgruppe der Patienten mit lokal fortgeschrittenen Karzinomen dieser Effekt statistisch nicht nachweisbar war. Die Ergebnisse dieser Untersuchung legen die Grundlage für eine anhand weniger Routineparameter ermittelbare Stratifizierung der Prognose von Patienten mit metastasierten Pankreaskarzinomen, die bei künftigen, prospektiven Studien der Systemtherapie validiert und angewandt werden kann.

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Markus, M., 2020. Inflammatorische Serumparameter als prognostische und prädiktive Marker beim Pankreaskarzinom. https://doi.org/10.17185/duepublico/72700
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