In dieser Arbeit behandeln wir für
die zeitharmonischen Maxwellgleichungen
in Außengebieten
, deren Gebietsrand
aus zwei
relativ offenen Teilmengen
und
besteht. Ziel
ist die Untersuchung des Verhaltens von Lösungen dieses Systems für
Dabei arbeiten wir auf schwach-Lipschitz Gebieten und können inhomogene
anisotrope Koeffizienten
zulassen, die im Unendlichen asymptotisch gegen ein
Vielfaches der Identität abklingen.
Wir beginnen mit der Konstruktion von Lösungen im zeitharmonischen
Fall
Dabei ist die Lösungstheorie für nichtreelle Frequenzen eine
einfache Konsequenz aus der Selbstadjungiertheit des Maxwelloperators
mit
Für
liefert dann die Methode der Grenzabsorption
eine Fredholm-Theorie, die es uns erlaubt, Daten aus polynomial gewichteten
Räumen zu behandeln. Im Kern approximieren wir dazu Lösungen zu reellen
Frequenzen
durch Lösungen zu
Die dafür
benötigte a-priori-Abschätzung, ebenso wie das polynomiale Abklingen von
Eigenlösungen, gewinnen wir durch Rückführung auf entsprechende Ergebnisse der
Helmholtzgleichung. Ein geeignetes Kompaktheitsresultat, der
sogenannte Wecksche Auswahlsatz (auch Maxwellsche Kompaktheitseigenschaft genannt), liefert dann die
Konvergenz der approximativen Folge. Wir müssen endlichdimensionale Eigenräume
für gewisse Eigenwerte einräumen, wobei sich diese Eigenwerte in
nicht häufen können.
Anschließend präsentieren wir eine Lösungstheorie für das statische Problem
Dieser vermeintlich einfachere Fall, bietet de facto eigene
Schwierigkeiten, da zum einen die Gleichungen in diesem Fall völlig entkoppeln
und außerdem zu
zusätzliche (im zeitharmonischen Fall implizit gegebene) Bedingungen der Art
sowie geeignete Randbedingungen auf dem jeweils anderen Teil des Randes
hinzutreten. Das entstehende Randwertproblem besitzt einen nichttrivialen Kern,
so dass wir für eindeutige Lösungen geeignete Orthogonalitätsbedingungen
einführen müssen. Diese Bedingungen realisieren wir durch die Konstruktion
spezieller rotationsfreier Felder, die im Äußeren einer hinreichend großen Kugel
verschwinden. Wir gewinnen Lösungen
für Daten
müssen aber die Vorraussetzungen an die Koeffizienten
dahingehend erweitern, dass
und
außerhalb einer beliebig großen
Kugel differenzierbar sind und auch ihre Ableitungen bei Unendlich asymptotisch
gegen ein Vielfaches der Identität abklingen.
Schließlich gelingt es über die Darstellung der zeitharmonischen Lösungen im
Ganzraum auch Null als Häufungspunkt der Eigenwerte auszuschließen. Damit ist für
kleine Frequenzen der zeitharmonische Lösungsoperator
wohldefiniert und eine Untersuchung des Grenzübergangs für
möglich. Unter
passenden Voraussetzungen an die Koeffizienten
sowie die Daten
können wir schlussendlich die Konvergenz der zeitharmonischen Lösungen
gegen eine spezielle Lösung des statischen Problems
nachweisen.
The purpose of this graduation thesis entitled Strahlungsprobleme der Maxwell-Gleichungen für gemischte Randbedingungen im Außengebiet is to examine the low frequency behavior
of the time-harmonic Maxwell's equations
in an exterior domain
whose boundary
is decomposed into two relatively open subsets
and
We assume
to be weak-Lipschitz and treat inhomogeneous anisotropic
material parameters
which decay at infinity asymptotically to a multiple
of the identity.
For nonreal frequencies
the solution is obtained by standard Hilbert space methods as
belongs to the resolvent set of theMaxwell operator
where
The case of real frequencies
is much more challenging, since here we
want to solve in the continuous spectrum of the Maxwell operator. Nevertheless,
restricting to data in polynomial weighted
spaces, we are able to obtain
solutions by means of thelimiting absorption principle, i.e.,
as limit of solutions corresponding to frequencies
The a-priori-estimate and the polynomial decay of eigenfunctions needed in the limit
process are obtained by transferring well known results for the Helmholtz equation
in the whole space. A suitable compactness result, called Weck's selection theorem,
yields the convergence of the approximate sequence. Assuming that
decay with rate
this will be sufficient to show that a generalized
Fredholm alternative holds. We have to admit finite dimensional eigenspaces for certain
eigenvalues
which can not accumulate in
Having established the time-harmonic solution theory, we consider the static problem
i.e.,
Although this case seems to be simpler, it posses its own difficulties, as the
equations are now fully decoupled and in order to determine
and
we have
to add two more equations
as well as additional boundary conditions on the respective other part of the
boundary. The resulting boundary value problems of electro- resp. magneto-statics
have non trivial kernels, forcing us to work with orthogonality constraints on
solutions to achieve uniqueness. This specific difficulty is overcome by a
construction of special compactly supported rotation free fields acting as certain
linear functionals. We obtain solutions
for data
but have to extend the assumptions imposed on
in the sense that they are differentiable outside of an arbitrary large ball and
also their derivatives decay asymptotically to a multiple of the identity.
Finally, by proving an estimate for the solutions of the homogeneous and isotropic
whole space problem together with an perturbation argument, we show that
the possible eigenvalues do not accumulate even at
Therefore, for small
the time-harmonic solution operator
is well defined and a low frequency analysis is reasonable. In fact, we are able to prove
the convergence of the time-harmonic solutions
to a specific static solution
on a certain subspace, i.e.,
as