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Genetische Untersuchungen des ISG15-Promotors in der Hepatitis-C-Virus Infektion

Pankraz, Olessja

Diese Arbeit beschäftigte sich mit genetischen Untersuchungen des humanen Interferon stimulated gene 15-Promotors (ISG15) mit dem Ziel mögliche ursächliche Faktoren zu identifizieren, die mit dem Nicht-Ansprechen auf eine Interferon-Therapie (IFN) von Hepatitis-C-Virus-Patienten (HCV) zusammenhängen. Es wurden im kleinen Kollektiv drei Single Nucleotide Polymorphism (SNP): bei rs2341365 Adenin (A)/Guanin (G), rs4615788 Cytosin (C)/ Guanin (G) und SNP rs60637872 (CAA/---) ein genetischer Polymorphismus nachgewiesen. Dieser Polymorphismus wurde erstens häufiger im HCV- als im Norm-Kollektiv identifiziert. Zweitens deuten die eigenen Daten darauf hin, dass die drei SNPs im Kopplungsungleichgewicht stehen. Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde die Analyse des Polymorphismus auf eine größere Kohorte ausgeweitet. Dabei wurde repräsentativ der SNP rs60637872 untersucht. Zusammengefasst zeigten die Untersuchungen der kleinen und großen Kohorte einen Trend mit dem häufigeren Vorkommen der Heterozygotie im HCV-Kollektiv. Dabei handelte es sich um eine mehr als fünffach erhöhte Häufigkeit der Heterozygotie bei SNP rs60637872 in der HCV-Patienten-Kohorte (12,2%) im Vergleich zur Norm-Kohorte (2,4%). Des Weiteren korrelierte die Heterozygotie im HCV-Kollektiv tendenziell mit dem Nicht-Ansprechen auf die IFN-Therapie und ihrem Vorkommen in HCV-Patienten mit verschiedenen viralen Genotypen (GT). Der heterozygote Genotyp (CAA/---) kam fast doppelt so häufig in Non-Respondern (19,4%) vor im Vergleich zu Therapie-Respondern (9,2%), Relapsern (6,9%) oder HCV-Patienten mit einem virologischem Durchbruch unter Therapie (12,5%). Der heterozygote Genotyp kam außerdem am häufigsten in infizierten HCV-Patienten mit GT4 (25%) und am seltensten in HCV-Patienten mit GT3 (3,8%) vor. Die Untersuchung der Desoxyribonucleic acid-Methylierung (DNA) im ISG15-Promotor ergab eine geringe Cytosin-Methylierung bei den untersuchten Probanden und HCV-Patienten. Das deutet darauf hin, dass in der Probanden- und der HCV-Patienten-Kohorte die Cytosine der Cytosin phosphatidyl Guanin-Dinukleotide (CpG) eher unmethyliert vorlagen. Vermutlich ist der ISG15-Promotor in diesen Proben transkriptionell aktiv und nicht durch Methylierung inhibiert. Nur in einer DNA-Probe (Therapieversager) wurde eine höhere Cytosin-Methylierung nachgewiesen. Im letzten Teil dieser Arbeit wurde anhand von in vitro Experimenten gezeigt, dass microRNA122-Mimik (miRNA-122) die HCV-Replikation steigerte, während miRNA-122-Hemmstoff eine signifikante Hemmung der HCV-Replikation bewirkte. Interessanterweise blieb die ISG15-Genexpression in diesen Zellen trotz Veränderung des intrazellulären miRNA-122-Levels unverändert. Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, dass wahrscheinlich keine direkte Interaktion zwischen miRNA-122 und ISG15 besteht und beide Faktoren höchstwahrscheinlich unabhängig voneinander ihre Wirkung auf die HCV-Replikation ausüben. Des Weiteren zeigten die Ergebnisse, dass in vitro kein synergistischer Effekt auf die HCV-Inhibition durch kombinierte Suppression von ISG15 und miRNA-122 erzielt wurde.

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Zitierform:

Pankraz, Olessja: Genetische Untersuchungen des ISG15-Promotors in der Hepatitis-C-Virus Infektion. 2017.

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