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Einfluss CD11chigh konventioneller Dendritischer Zellen auf die T-Zell-Antwort während der Plasmodium yoelii-Infektion

Ueffing, Kristina

Konventionelle Dendritische Zellen (cDCs) spielen eine Schlüsselrolle in der Verknüpfung angeborener und adaptiver Immunmechanismen und sind auch während der Malariainfektion von zentraler Bedeutung. Die cDCs werden durch Plasmodien-generierte Antigene aktiviert, wodurch ihre Reifung induziert wird. Dies führt zur Sekretion pro-inflammatorischer Zytokine und zur antigenunspezifischen sowie antigenspezifischen Aktivierung der CD4+ und CD8+ T-Zellen. Die Frage, welche Funktion die cDCs während der Malariainfektion ausüben, wurde und wird intensiv studiert, konnte bisher jedoch nicht abschließend geklärt werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurde der Einfluss konventioneller Dendritischer Zellen auf die Induktion der T-Zell-Antwort sowie die systemische Zytokinproduktion und Pathogeneliminierung während der Infektion mit dem nicht-letalen Plasmodienstamm P. yoelii 17XNL untersucht. Dabei wurde vor allem den Fragen nachgegangen, zu welchem Zeitpunkt der Malariainfektion die cDCs für die Induktion einer adäquaten Immunantwort wichtig sind und ob ihre Funktion – besonders in Bezug auf die Antigenpräsentation und T-Zell-Aktivierung – von anderen Zellen kompensiert werden kann. Dazu wurden die cDCs in zwei verschiedenen Mausmodellen depletiert. Während die CD11c-DTR-Mäuse eine kurzzeitige Depletion der cDCs ermöglichten, konnten mit den ROSA26iDTR x CD11c-Cre-Mäusen die Zellen über einen Zeitraum von bis zu elf Tagen depletiert werden. Im Rahmen der Untersuchungen zeigte sich, dass die cDCs vor allem während der frühen Phase der P. yoelii-Infektion maßgeblich an der Induktion einer Immunantwort beteiligt sind. In Abwesenheit der cDCs kam es zu einer reduzierten Produktion von Zytokinen und zu einer verringerten unspezifischen Aktivierung der CD8+, CD4+Foxp3- und CD4+Foxp3+ T-Zellen. Im weiteren Verlauf der Plasmodien-Infektion wurde eine antigenspezifische Aktivierung der CD4+ und CD8+ T-Zellen induziert. Es zeigte sich, dass die cDCs für die Aktivierung der CD4+ T-Zellen entbehrlich sind und ihre Funktion wahrscheinlich von anderen APCs übernommen werden kann. Im Gegensatz dazu scheinen cDCs aufgrund ihrer Fähigkeit zur Kreuzpräsentation für die initiale Aktivierung der CD8+ T-Zellen von großer Bedeutung zu sein, da in cDC-depletierten Mäusen signifikant reduzierte Anteile antigenspezifischer CD8+ T-Zellen sieben Tage nach Infektion detektiert wurden. Allerdings konnten nach cDC-Depletion in den infizierten Tieren im Vergleich zu den uninfizierten Kontrollen immer noch erhöhte Anteile antigenspezifischer CD8+ T-Zellen nachgewiesen werden. Daher scheint auch die Fähigkeit der cDCs zur Kreuzpräsentation teilweise von anderen Zellen kompensiert zu werden.

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Ueffing, Kristina: Einfluss CD11chigh konventioneller Dendritischer Zellen auf die T-Zell-Antwort während der Plasmodium yoelii-Infektion. 2018.

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