Hanna und Reyhan in NRW : (Geschlechter-)Ungleichheiten im akademischen Mittelbau

Die Debatte um die prekären Beschäftigungsbedingungen wissenschaftlicher und
künstlerischer Beschäftigter ohne Professur an den Hochschulen hält bereits seit über einem Jahrzehnt an und nahm kürzlich durch die Social-Media-Interventionen
#IchBinHanna und #IchBinReyhan noch an Fahrt auf. Forderungen werden lauter,
strukturelle Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Professor_innen und Doktorand_innen zu minimieren, notorische Befristung und Teilzeitarbeitsverhältnisse abzubauen und planbare Karrierewege für Wissenschaftler_innen zu schaffen. Sowohl in der politischen Debatte als auch in der Forschung zu Beschäftigungsbedingungen und Karriereperspektiven in der Wissenschaft wird jedoch selten die Frage gestellt, ob oder inwiefern die Bedingungen der prekären Beschäftigung sich ungleich auswirken bzw. anders erlebt werden, z. B. nach Geschlecht, sozialer Herkunft oder aufgrund einer Migrationsgeschichte, und welche Rolle rassifizierende Zuschreibungen, sexuelle Orientierung oder gesundheitliche und körperliche Voraussetzungen im Berufsalltag und für die Karriere spielen. Im Rahmen des GenderReports 2022 wurde die Kategorie Geschlecht zusammen mit weiteren Ungleichheitsdimensionen in einer Studie zum wissenschaftlichen Mittelbau in NRW untersucht. Es zeigten sich vielfältige Benachteiligungen für Frauen, insbesondere dann, wenn sie von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind

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