Identitätspolitik contra Aufklärung : Ein Missverständnis

GND
1075603358
Affiliation
Universität Bayreuth
Hartmann, Tina

Aktuelle Kritiker:innen der sog. Identitätspolitik sehen sich selbstverständlich auf der Seite der Aufklärung. Doch zeigen die Debatten der vergangenen Jahre, dass sich just die Verteidiger der Aufklärung häufig als ihre wahren Gegner entpuppen, die unter den Floskeln ‚europäische Werte‘ und ‚Feminismus‘ rassistische, islamophobe und misogyne Politik betreiben. Zynisch im Vorgang, aber – wie zu zeigen sein wird – begriffshistorisch folgerichtig nehmen überdies rechte Kräfte Identitätspolitik
für sich in Anspruch.

Zentral für die identitäre Argumentation von NDP über AfD bis Pegida ist stets die Verteidigung gegen eine angebliche Bedrohung durch das ‚Andere‘, seien dies Geflüchtete, Menschen mit verschiedenen Hautfarben oder emanzipierte Frauen. Hellhörig sollte daher machen, dass nun von vorgeblich linker Seite ebenfalls eine umfassende Bedrohung konstruiert wird, in der nicht zufällig überwiegend dieselben Personengruppen wiederkehren.

Zeit, einen Blick darauf zu werfen, was Aufklärung war und sein kann.

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Hartmann, T., 2021. Identitätspolitik contra Aufklärung: Ein Missverständnis. blog interdisziplinäre geschlechterforschung. https://doi.org/10.17185/gender/20210504
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