Die Zeit der Kirschen. Louise Michel und die Pariser Commune

Vom 18. März bis zum 28. Mai 1871 dauerte die Pariser Commune, deren 150. Jahrestag wir in diesem Jahr begehen. Eine Symbolfigur dieser revolutionären Pariser Stadtregierung ist die Lehrerin und Freiheitskämpferin Louise Michel (1830–1905). Der Volksdichter und Mitstreiter Jean-Baptiste Clément (1836–1903) widmete den Frauen auf den Barrikaden von Paris das Lied „Die Zeit der Kirschen“ (Le temps des cerises), das heute zum französischen Kulturerbe gehört. Die Pariser Commune sollte 72 Tage dauern, so wie die Zeit der Kirschen: eine kurze, spektakuläre Blütezeit, doch keine Reifezeit für ein sozialistisches Experiment.

In ihrer Geschichte der proletarischen Frauenbewegung schrieb Clara Zetkin über die Pariser Commune: „Zum ersten Male riß in einem Lande das Proletariat mit kühnem Sinn und starker Faust die Staatsmacht an sich. Dem gewaltigen Ereignis fehlte nicht der typische Wesenszug jeder elementaren Revolution: die Beteiligung breiter Frauenmassen" (Zetkin 1928/1958). Die besondere Rolle der Pariser Frauen ist heute inzwischen anerkannt (Schrupp 1999). Was haben sie erreicht?

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Hervé, F., 2021. Die Zeit der Kirschen. Louise Michel und die Pariser Commune. blog interdisziplinäre geschlechterforschung. https://doi.org/10.17185/gender/20210316
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