flexING/TextING : Beruflich-wissenschaftlich schreiben in den Ingenieurwissenschaften. Pecha-Kucha-Format: 20 Folien x 20 Sekunden.

Holste, Alexander LSF; Gebhardt, Torben GND

Das Schreiben von BA- oder MA-Abschlussarbeiten stellt für Studierende der Ingenieurwissenschaften in der Regel die erste Herausforderung dar, einen wissenschaftlichen Text zu verfassen, der neues Wissen generiert, indem er auf eine bisher im Forschungsdiskurs noch nicht gestellte Frage antwortet. Somit stehen nicht nur Studierende vor der Herausforderung, in kürzester Zeit einen Text zu produzieren, der dem wissenschaftliche Standard des Fachs genügt. Auch auf die Schreibdidaktiker kommt die Aufgabe zu, die Novizen intensiv dabei zu unterstützen, ihre Aufgabe zu lösen. Nach einer Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, in die fachspezifische Recherche und eine kurze Wiederholung der orthographischen Regeln können die Schreibaufgaben, die Schreibende innerhalb einer ingenieurwissenschaftlichen Abschlussarbeit lösen, in Textsorten eingeteilt werden. Dieses Vorgehen ist an das Konzept des Schreiblehrgangs (vgl. POSPIECH 2006, S. 37 ff.) angelehnt. Ein Exposé, das nicht nur einen Grundriss zeichnet, steht mit seinen Teiltexten der Einleitung, ggf. einem zusätzlichen Abstrakt und einer Zusammenfassung der Abschluss-arbeit relativ nahe stehen. Das Exposé eignet sich – falls bereits ein Lehrstuhl für das Verfassen der Arbeit angesprochen ist –, um den Schreibprozess mit dem betreuenden Lehrstuhl abzustimmen. Dokumentationen von selbsterstellten Softwareprogrammen oder Protokolle zu selbst durchgeführten Versuchen dienen dazu – je nach Teilgebiet innerhalb der breiten Spektrums der Ingenieurwissenschaften –, um die zweite Aufgabe der Abschlussarbeit einzuüben: die empirische Arbeit schriftlich zu fixieren. Auch ein technischer Bericht (vgl. JÖRISSEN/LEMMENMEIER, 2011, 18 ff.) verschriftlicht empirische Ergebnisse. Im Gegensatz zum Versuchsprotokoll oder der Dokumentation ermöglicht er es aber, vom ausschließlichen Schreiben für die Wissenschaftsdomäne in die Domäne des beruflichen Kontextes und damit zum beruflichen Schreiben überzugehen. An dieser Textsorte kann vor allem kooperatives Schreiben (vgl. LEHNEN, 2000) in einer technischen Umgebung wie Moodle eingeübt werden. Denn auch in beruflichen Kontexten findet das Schreiben in technischen Umgebungen und zudem kooperativ statt (vgl. HOLSTE, in Vorbereitung). Umgesetzt wird dieses Konzept im Projekt TextING, das als Teil des BMBF-Projekts flexING in den Ingenieurwissenschaften verortet ist. Das flexING-Projekt ermöglicht es Studierenden der Ingenieurwissenschaften, ihr Studium in einem individuellen Tempo zu gestalten und die Regelstudienzeit um bis zu zwei Semester zu verlängern, so auch eine BAföG-Förderung.

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Holste, Alexander / Gebhardt, Torben R.: flexING/TextING. Beruflich-wissenschaftlich schreiben in den Ingenieurwissenschaften. Pecha-Kucha-Format: 20 Folien x 20 Sekunden.. 2019.

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