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Formale Bildung und Wahlbeteiligung am Anfang des 21. Jahrhunderts in Europa : eine vergleichende Analyse der Kontextabhängigkeit ungleicher politischer Beteiligung mit Daten des European Social Survey

Rabuza, Florian

Diese Arbeit befasst sich mit der Entstehung ungleicher Wahlbeteiligung. In vergleichender Perspektive werden die Ursachen ungleicher Wahlbeteiligungsraten zwischen hoch und niedrig gebildeten Wählerinnen und Wählern in Europa im gesellschaftspolitischen Kontext untersucht. Dabei wird der Blick im Vergleich zu bislang vorgelegten Studien geweitet und eine umfassendere Konzeptualisierung des Kontextes vorge-nommen, innerhalb dessen sich politische Beteiligung vollzieht und innerhalb dessen ungleiche Wahlbetei-ligung zwischen hoch und niedrig gebildeten Wählerinnen und Wählern entstehen kann. Neben politischen Institutionen und Eigenschaften des politisch-elektoralen Wettbewerbs werden ökonomische Institutionen, Institutionen des Bildungssystems sowie Aspekte der Sozialstruktur hinsichtlich ihres Ungleichheit stiften-den Potentials in Augenschein genommen. Es zeigt sich dabei, dass die Auswirkungen nicht genuin politi-scher Kontextfaktoren auf den Bildungsgap der Wahlbeteiligung teilweise stärker sind als die Effekte politi-scher Institutionen. Insbesondere bildungssystemische Kontextmerkmale strukturieren ungleiche Wahlbeteiligung zwischen Bildungsgruppen maßgeblich. Datengrundlage der Untersuchung stellen die Individualdaten des European Social Survey der Wellen 1 bis 5 (2002 – 2010) dar sowie eine eigene Kompilation von Makroindikatoren. Die Analysestrategie besteht in der Modellierung der entsprechenden Cross-level-Interaktionen zwischen formaler Bildung und Merkmalen des Kontextes mittels logistischer Mehrebe-nenregressionsmodelle und logistischer Mehrebenenpfadmodelle.

In this dissertation I am looking at the contextual dependence of political inequality in terms of differential turnout rates of high and low educated voters across European countries. Starting from the observation that turnout gaps between high and low educated voters vary massively across Europe, multi-level modelling is employed to test hypotheses the contextual dependence of these inequalities. A threefold sequential analytical model of the context is developed. It distinguishes three contextual dimensions institutional, socio-structural and electoral factors and their relative influence on the turnout gap are analysed empirically. A unique dataset is assembled, that combines micro-level data from the European Social Survey Programme (waves 1 – 5) and macro-level data which have been collected by the author from several sources. The hypotheses are tested using logistic multi-level regression and logistic multi-level path modelling to take into account the multi-level structure of the research question. The results show clearly that contextual features shape inequalities to a large extent. However, contrary to the existing literature, it is mostly influenced by educational institutions rather than political institutions. Especially stratified education systems seem to exhibit larger turnout gaps between educational groups. Socio-structural features also impact on the turnout gap. Cognitive differences between high and low educated citizens results in larger turnout gaps.

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Rabuza, Florian: Formale Bildung und Wahlbeteiligung am Anfang des 21. Jahrhunderts in Europa. eine vergleichende Analyse der Kontextabhängigkeit ungleicher politischer Beteiligung mit Daten des European Social Survey. 2016.

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