DuEPublico 2

Dies ist unser neues Repositorium, derzeit für E-Dissertationen und ausgewählte weitere Publikationen. Weitere Informationen...

Correlator for strategies for an ecologically adaptable urban and architectural development

Ottmann, Daniela A.

40 years after “The limits to growth” the post oil boom economy affects countries in resource scarce environments like the Arabian Peninsula in the Middle East with expanding urbanization. Those cities and architectures are based on fossil fuel driven technologies to control the surrounding arid hot climate for the benefits of human comfort. As a result skyscrapers are flourishing out of desert sands. Their ecological footprint in terms of resource consumption and the resulting emissions is nearly six planet earths, but celebrated by imported quantitative evaluation methods from North America or Europe with platinum medals for sustainable building practices. This dichotomy displays the global quest for ‘sustainable’ development on the one hand side and the lack of integrating the inherent bio-climatic, socio-cultural and political-economical prerequisites of those newly developing countries on the other. Whereas traditional desert oases settlements have been as self-sufficient and self-organising systems perfectly interconnected with all prevalent natural resources and cultural conditions inherent to the region. Such integral understanding draws on the logic of the immanent relations of the natural, human and built environment or in other words on ecology. An ecological understanding is used in this work to determine the qualitative relationships of urban and architectural (built) environments in conjunction to prevalent natural (ecosphere) and human (anthroposhere) conditions. On the assumption that the built environment acts as levelling layer between the human and the natural environment in order to compensate bio-climate conditions for the comfort of social-cultural context desires, the main research question raises as such: How can cities and architectures become support systems (rather than energy and resource consumers) that have the properties to co-evolve as cooperative sub-systems with the surrounding natural and human preconditions under the rules of ecology in general? And in particular: How can the concept of a traditional self-sustaining desert oasis provide future strategies for sustainable development of cities and architecture? Rules of ecological systems are understood here as instruments to an appropriate urban planning that follows the principles of higher adaptability and self-organization patterns to generate conditions. System theories are consulted to determine principles and strategies of complex viable systems of nature. These then form the matrix for analysis of case studies on urbanization patterns of pre-and post-oil era in the Sultanate of Oman on the Arabian Peninsula and are used to extrapolate potentials and missing links within urban systems through support strategies. Those results are further transferred into a general model of interconnections (Correlator) of components of urbanism, architecture and technologies in conjunction to the natural and human environment. The resulting model provides a correlation matrix that orders elements and flows from the natural to the built environment via considering principles of human systems and strategies of ecological systems. It proposes a template of possible elements and strategies for interconnection, which determine the quality of adaptable, viable and thus ‘sustainable’ urban environments. The Correlator shows possibilities and fields of action for the holistic thinking of architecture and urbanism as support system and thus for the decision-making processes in planning, policy, and the design of the built environment. Finally this work demonstrates strategies for ‘sustainable development’ where the correlation matrix and the knowledge of the quality of ecological network connections proposes an aide-memoir to de-specify the tunnel-visioned expertise of past innovations and prioritizes ‘Vernetztes Denken’ for newly meaningful concepts for a new planning culture that enable viable urban and architectural development, not only within desert regions.

40 Jahre nach "Die Grenzen des Wachstums" ermöglicht die Post Ölboom Wirtschaft Ländern in ressourcen_knappen Umgebungen wie der arabischen Halbinsel im Nahen Osten eine steigende Urbanisierung. Städte und Architekturen werden von fossilen Technologien gesteuert, um das aride heiße Klima für den menschlichen Komfort anzupassen. Als Ergebnis sprießen Wolkenkratzer aus dem Wüstensand. Deren ökologischer Fußabdruck in Bezug auf Ressourcenverbrauch und die daraus resultierenden Emissionen von fast sechs Planeten Erde floriert, werden aber von importierten quantitative Bewertungsmethoden aus Nord Amerika oder Europa mit Platin-Medaillen für nachhaltiges Bauen Praxis gefeiert. Es wird deutlich, dass die globale Suche nach "nachhaltiger" Entwicklung im Konflikt zu einer Integration von inhärenten bio-klimatischen und soziokulturelle Voraussetzungen dieser Entwicklungsländern steht. Städte materialisieren sich mittlerweile durch quantitative neo-liberale Wirtschaftsmotive, während traditionelle Wüstenoasen Siedlungen als autark und selbstorganisierende Systeme perfekt mit allen gängigen natürlichen Ressourcen und kulturellen Bedingungen der Region verbunden waren. Ein solches ganzheitliches Verständnis stützt sich auf die Logik von immanenten Wechselbeziehungen natürlicher, menschlicher und gebauter Umwelt oder mit anderen Worten auf Regeln der Ökologie. Ein ökologisches Verständnis wird in dieser Arbeit verwendet, um qualitative Zusammenhänge städtebaulicher und architektonischer Umgebungen in Verbindung zu natürlich (Ökosphäre) und menschlich (Anthroposphaere) herrschenden Bedingungen zu bringen. In der Annahme, dass die gebaute Umwelt als Ausgleichsschicht zwischen der menschlichen und der natürlichen Umwelt wirkt, um bio-klimatische Bedingungen dem Komfort im sozial-kulturellen Kontext zu kompensieren, ergibt sich die zentrale Forschungsfrage: Wie können Städte und Architekturen unterstützende Systeme (eher als Energie und Ressourcen Verbraucher) werden, die als kooperative Teilsysteme mit den umgebenden natürlichen und menschlichen Voraussetzungen nach den Regeln des Ökologie funktionieren? Und im speziellen: Wie kann das Konzept einer traditionellen selbsterhaltende Wüstenoase Zukunftsstrategien für eine nachhaltige Entwicklung der Städte und der Architektur liefern? Regeln ökologischer Systeme werden hier als Instrumente verstanden, um eine angemessene Stadtplanung, die den Prinzipien der höheren Anpassungsfähigkeit und Selbstorganisation Muster folgt, zu erzeugen. Systemtheorien werden konsultiert, um Prinzipien und Strategien von komplexen lebensfähigen Systemen zu ermitteln. Diese bilden dann die Analysematrix für Fallstudien an Urbanisierungsmustern aus Pre- und Post Öl-Aera im Sultanat Oman auf der arabischen Halbinsel und dienen dazu etwaige Potenziale und fehlende Verbindungen innerhalb urbaner Systeme und Support-Strategien zu extrapolieren. Diese Ergebnisse werden weiter transferiert in ein generelles Modell von Verbindungen (Correlator) der Komponenten von Stadt, Architektur und Technologien im Bezug auf ihre natürliche und menschliche Umwelt. Das resultierende Korrelationsmodell bietet eine Matrix, die Elemente und Flüsse von der natürlichen zur gebauten Umwelt in Einklang mit Prinzipien menschlicher Systeme und Strategien ökologischer Systeme stellt. Als Schablone möglicher Stadt- und Architekturkomponenten und Verbindungsstrategien, kann somit die Qualität hinlänglich ihrer Anpassungsfähigkeit, Lebensfähigkeit und somit "Nachhaltigkeit" eingestellt werden. Das Ergebnis zeigt Möglichkeiten und Handlungsfelder für ein ganzheitliches Denken auf, Architektur und Städtebau als Support-System zu sehen, um Entscheidungsfindungsprozesse in Planung, Politik und der Gestaltung gebauter Umwelt zu unterstützen. Der Korrelator und das Wissen um die Qualität ökologischer Netzwerkverbindungen ergibt somit eine Gedankenstütze für den Ansatz, Stadt, Mensch und Natur vernetzt zu denken, um sinnvolle Konzepte für lebensfähige Städte und Architekturen in spezifischen bio-klimatischen und soziokulturellen Gegebenheiten über Wüstenregionen hinaus zu ermöglichen.

Teilen und Zitieren

Zitierform:

Ottmann, Daniela A.: Correlator for strategies for an ecologically adaptable urban and architectural development. 2015.

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

Export