Der Internationale Strafgerichtshof - Vorbote eines Weltinnenrechts? : Eine Studie zur Reichweite einer rule of law in der internationalen Politik

Die Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) im Jahr 1998 galt in Wissen-schaft und Politik vielen als Zeichen einer zunehmenden Zivilisierung der internationalen Politik. Als ein neues Element globaler Staatlichkeit erschien das Gericht als weiterer Schritt in Richtung eines Weltinnenrechts. Die Vorzeichen haben sich umgekehrt: Das Völkerrecht ist mit dem Irak-Krieg in eine ernste Krise geraten. Am Beispiel des IStGH untersucht der vorliegende INEF-Report, inwieweit sich eine Institution des internationalen Rechts unter diesen Voraussetzungen behaupten und noch einen Beitrag zu Stärkung des Rechts leisten kann. Analytische Grundlage der Studie sind die drei grundlegenden Merkmale des Weltin-nenrechtsmodells von Jost Delbrück: die Objektivierung der Völkerrechtsordnung, die Erwei-terung des Kreises der Völkerrechtsobjekte und eine besser Durchsetzbarkeit internationalen Rechts. Sie bilden das Kriterienraster, mit dessen Hilfe bewertet wird, ob der IStGH tatsäch-lich als Ausdruck eines Weltinnenrechts gelten kann. Im Fazit schließt der Report mit einem Ausblick auf die Reichweite des Rechts in der internationalen Politik.

The establishment of the International Criminal Court (ICC) in 1998 was seen by many ob-servers as a symbol of an increasing civilisation of international politics: The rule of law seemed to have come a step closer. Since the US intervention in Iraq the premises have changed. International law is in a deep crisis. Is the ICC, too? The present INEF-Report ex-amines the possible extent to which this rather new institution of international law can de-velop, influence and possibly even strengthen the rule of law in international politics. The analytical background for the present study is given by Jost Delbrück’s concept of transna-tional legal order and its three core elements: the constitutionalisation of international legal order, the new participants in the international legal process, and better compliance with international agreements. These criteria are used as a means to assess the future role and impact of the ICC in respect to the changing structures of international politics and its future.

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