Simulating collisional dust growth in protoplanetary disks : Combining discrete element and kinetic Monte Carlo methods
Nachdem ich einen kurzen Überblick über protoplanetarische Scheiben als Umgebung, in der Staub wächst, gebe, präsentiere ich meinen Beitrag zur Forschung über Kollisionswachstum von Staub, wobei ich mich auf zwei Aspekte fokussiere: tangentiale Kontaktwechselwirkungen zwischen Staubpartikeln und Methoden für die Simulation des Staubwachstums. Simulationen mit der Diskrete-Elemente-Methode werden seit langer Zeit genutzt, um granulare Systeme (z. B. Agglomeratkollisionen und Agglomeration in granularen Gasen) zu untersuchen. Allerdings zeigt das verbreitetste Modell zur Beschreibung tangentialer Kontaktwechselwirkungen unphysikalisches Verhalten. Die hier präsentierten Forschungsergebnisse schlagen ein verbessertes Modell und eine nicht-lineare Erweiterung dessen vor, wobei beide einfacher zu nutzen sind und nicht dieses problematische Verhalten zeigen. Zusätzlich half ich dabei zu demonstrieren, wie simpel sich die wichtige Unterscheidung von statischer und dynamischer Reibung in diese neuen Modelle einbauen lässt. Üblicherweise benötigt die Simulation von Agglomeration in verdünnten granularen Gasen entweder viel Rechenleistung, wenn die Diskrete-Elemente-Methode genutzt wird, oder einschränkende Annahmen, wenn probabilistische Methoden wie die kinetische Monte-Carlo-Methode genutzt werden. In dieser Arbeit stelle ich eine hybride Simulationsmethode vor, welche die Diskrete-Elemente-Methode und die kinetische Monte-Carlo-Methode in einer vorteilhaften Weise kombiniert: Während man mit Hilfe der kinetischen Monte-Carlo-Methode die Agglomerate aus einer Population bestimmt, die als nächstes kollidieren werden, wird die Diskrete-Elemente-Methode nur genutzt, um die Kollisionsdynamik korrekt aufzulösen. Zusätzlich zu stationären Größenverteilungen von geladenen Agglomeraten werden zudem Bindungsenergien und fraktale Dimensionen von sowohl geladenen, als auch adhäsiven Agglomeraten als erste Ergebnisse der hybriden Simulationsmethode präsentiert.
After I give a short review on the protoplanetary disk as an environment for dust growth, I present my contributions to the research, focusing on two aspects: tangential contact interactions between dust particles, and methods to simulate collisional dust growth. Discrete element method simulations have been used to study granular systems, including agglomerate collisions and agglomeration in granular gases, for a long time. However, the prominent model for tangential contact interactions introduces some unphysical behaviour. The presented research proposes an improved model and its non-linear extension, both of which are easier to use and do not share this problematic behaviour. In addition, I helped to demonstrate how readily the important distinction between Traditionally, simulating agglomeration in a dilute granular gas involved significant computational effort or drastic assumptions, using the discrete element method or probabilistic methods like the kinetic Monte Carlo technique, respectively. In this work, I discuss a hybrid simulation method that combines the discrete element and the kinetic Monte Carlo methods in a highly beneficial manner: Determining the agglomerates from a population that are colliding next using the kinetic Monte Carlo theory, the discrete element method is only used to resolve the collision dynamics. In addition to steady-state size distributions of charged agglomerates, binding energies and fractal dimensions of charged and of adhesive agglomerates are presented as first results of the hybrid simulation method.
static and dynamic friction is implemented into this model.