Einflussfaktoren auf das Ernährungsverhalten von Schüler*innen und Studierenden : Entwicklung und Erprobung eines Fragebogens zur Bedeutung von Ernährungswissen, Eltern/Erziehungsberechtigten, Freund*innen und Social Media

Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, inwiefern das Ernährungsverhalten von Schüler*innen und Studierenden mit deren individuellem Ernährungswissen sowie mit dem Einfluss durch Eltern/Erziehungsberechtigte, durch Freund*innen und durch soziale Medien zusammenhängt.

Hierfür wurde ein standardisierter Online-Fragebogen entwickelt und im Rahmen einer Querschnittsstudie erprobt, an der insgesamt 393 Schüler*innen und Studierende teilnahmen. Die erhobenen Daten wurden mithilfe der Statistiksoftware SPSS deskriptiv und korrelativ ausgewertet. Dabei zeigten sich je nach Statusgruppe (Schüler*innen, Studierende im Lehramt für Biologie, Studierende mit sonstigem Studiengang) unterschiedliche signifikante Korrelationen. Demnach geht unter den Schüler*innen ein gesundes Ernährungsverhalten in geringem Maße mit einem hohen Einfluss durch die Eltern/Erziehungsberechtigen einher. Unter den Studierenden im Lehramt für Biologie zeigte sich hingegen ein geringer positiver Zusammenhang zwischen dem Ernährungsverhalten und dem Einfluss durch Freund*innen. Ein hohes Ernährungswissen ging lediglich unter den Studierenden mit sonstigen Studiengängen in geringem Maße mit einem gesunden Ernährungsverhalten einher. Gleichzeitig konnte innerhalb dieser Statusgruppe eine schwache, negative Korrelation des Ernährungsverhaltens mit dem Einfluss durch soziale Medien nachgewiesen werden.  

Die Ergebnisse der Erhebung lassen darauf schließen, dass sich eine gelungene Ernährungsbildung im Rahmen von Schule ein Leben lang positiv auf das Ernährungsverhalten auswirken kann. Ernährungsbildung sollte hierbei über die rein theoretische Vermittlung von Ernährungswissen hinausgehen. Für nachhaltige, positive Veränderungen im Hinblick auf das Ernährungsverhalten benötigt es im Schulkontext praktisches Ernährungshandeln, Präventionsmaßnahmen für einen gesunden Umgang mit sozialen Medien sowie den Einbezug von Eltern/Erziehungsberechtigten, Lehrkräften und Gleichaltrigen.   

This study examined the extent to which the eating habits of school pupils and students are related to their individual nutritional knowledge and the influence of parents/guardians, friends, and social media.

A standardized online questionnaire was developed for this purpose and tested in a cross-sectional study involving a total of 393 school pupils and students. The data collected was evaluated descriptively and correlatively using SPSS statistical software. This revealed different significant correlations depending on the status group (school pupils, biology teacher training students, students in other degree programs). According to the results, healthy eating habits among school pupils are associated to a small extent with a high level of influence from parents/guardians. Among biology teacher training students, on the other hand, there was a slight positive correlation between eating habits and the influence of friends. A high level of nutritional knowledge was only associated to a small extent with healthy eating habits among students in other degree programs. At the same time, a weak negative correlation between eating habits and the influence of social media was found within this status group. 

The results of the survey suggest that successful nutrition education in schools can have a lifelong positive impact on eating habits. Nutrition education should go beyond the purely theoretical teaching of nutritional knowledge. In order to achieve lasting, positive changes in eating habits, schools need to take practical action on nutrition, implement preventive measures for healthy use of social media, and involve parents/guardians, teachers, and peers.

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