Diagnosefähigkeit von angehenden Lehrkräften in Bezug auf Schüler:innenvorstellungen zur Genetik und Evolution in Filmen und Serien

Aufgrund der wachsenden Bedeutung von digitalen Medien, sowie Streaming-Diensten wie Netflix, Disney+ und Amazon Prime, im Alltag von Schüler:innen gewinnt die Auseinandersetzung mit diesen und ihrem Einfluss auf den Schulalltag zunehmend an Relevanz. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit die Diagnosefähigkeit von angehenden Lehrkräften in Bezug auf Schüler:innenvorstellungen und wissenschaftliche Konzepte zur Genetik und Evolution in Filmen und Serien. Der Fokus liegt dabei auf dem Vergleich von Bachelor- und Masterstudierenden, Studierenden des Faches Biologie und des Lehramts Biologie und Lehramtsstudierenden verschiedener Schulformen. Zur Erhebung der Daten wurde ein Online-Fragebogen mit fünf Videoausschnitten eingesetzt, die Schüler:innenvorstellungen beinhalten. Die Teilnehmenden sollten in je zwei Aufgaben die gezeigte Schüler:innenvorstellung und ein wissenschaftliches Konzept, das zu den Inhalten des Videoausschnitts passt, identifizieren. Es nahmen 121 Biologiestudierende der Universität Duisburg-Essen an der Studie teil. Insgesamt zeigte sich, dass die Diagnosekompetenz angehender Lehrkräfte Defizite aufweist. Im Vergleich schnitten Masterstudierende insgesamt besser ab als Bachelorstudierende und Fachbiolog:innen schnitten besser ab als Lehrämtler:innen. GyGe-Studierende schnitten insgesamt besser ab als Studierende anderer Schulformen. Darüber hinaus fiel die Diagnose von Schüler:innenvorstellungen insgesamt besser aus als die Diagnose von wissenschaftlichen Konzepten. Ebenso zeigten die Teilnehmenden im Themenbereich Evolution eine höhere Diagnosefähigkeit als in der Genetik. Die Ergebnisse zeigen deutliche Trends, von denen einige statistisch nicht nachgewiesen werden konnten. Um die Generalisierbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen und die fehlende Signifikanz nachzuweisen, ist eine umfassendere Untersuchung mit einer größeren Stichprobe empfehlenswert.

Due to the growing importance of digital media, e.g. streaming services such as Netflix, Disney+ and Amazon Prime in the everyday lives of students, the discussion of these services and their influence on school life is becoming increasingly relevant. Given this background, this study examines the diagnostic ability of prospective teachers in relation to students' conceptions and scientific concepts of genetics and evolution in films and series. The focus is on the comparison of Bachelor's and Master's students, students of the subject biology and the teacher training programme biology and student teachers of different school types. To collect the data, an online questionnaire with five video sequences containing student perceptions was used. In two tasks each, the participants were asked to identify the student concept shown and a scientific concept that matches the content of the video excerpt. 121 biology students from the University of Duisburg-Essen took part in the study. Overall, it was found that the diagnostic skills of prospective teachers show deficits. In comparison, Master's students performed better than Bachelor's students and students of the subject biology performed better than students of the teacher training programme biology. Overall, secondary school students performed better than students from other types of schools. In addition, the diagnosis of student conceptions was better than the diagnosis of scientific concepts. Participants also showed a higher diagnostic ability in the evolution than in genetics. The results show clear trends, some of which could not be statistically proven. In order to increase the generalisability of the results and prove the lack of significance, a more comprehensive study with a larger sample is recommended.

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