Eine Pionierin der Naturforschung : die Geschichte von Ellen Hutchins
Wenn es um historische Beispiele der Naturforschung geht, fällt uns inzwischen Maria Sibylla Merian wie selbstverständlich als frühe Expertin ein. Das liegt vor allem daran, dass sich in den letzten Jahrzehnten erfolgreich darum bemüht wurde, den Status Merians als Pionierin der Ökologie hervorzuheben, während ihr Beitrag dazu im langen 19. Jahrhundert heruntergespielt und vergessen gemacht wurde (Schiebinger 1993: 122f.). Sie ist nicht die einzige Naturforscherin, die der männlichen Anerkennungspraxis der sich etablierenden Scientific Community zum Opfer fiel, und sie war nicht die letzte. Der Name der Irin Ellen Hutchins ist hierzulande vielleicht weniger bekannt. Ihre Person ist von größerem Interesse, als der enge regionale Bezug vermuten lässt. An ihr lässt sich nachvollziehen, wie Region, Herkunft und Geschlecht, aber auch historische Umstände dazu beitragen, welche Beachtung wissenschaftliche Leistungen erfahren und ob sie Personen zugeschrieben werden.
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