Supervision : Diversitätsreflexive und diskriminierungskritische Perspektiven
Die (Arbeits-)Welt ist heute unverkennbar von Diversität geprägt und in Arbeitskontexten sind der Mehrwert und die Wettbewerbsvorteile, die vielfältige Perspektiven und Fähigkeiten in Organisationen bieten können, unumstritten. Doch ebenso klar ist das Potenzial für strukturelle Benachteiligungen und Diskriminierung, denen viele Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale ausgesetzt sind (Antidiskriminierungsstelle des Bundes, 2022; BMFSFJ, 2021; Destatis, 2023; Franzen & Sauer, 2010). Dies hat weitreichende Auswirkungen auf viele Bereiche, einschließlich der Supervision als arbeitsbezogene Beratung. Diversitätsreflexive und diskriminierungskritische Perspektiven werden in der deutschsprachigen supervisorischen Forschung und Praxis jedoch nicht als Querschnittsaufgabe berücksichtigt (u. a. Bredemann, 2023; Petzold et al., 2003; Schigl et al., 2020) und die Supervision bleibt infolgedessen oft hinter den Anforderungen einer pluralen Gesellschaft zurück.
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