Resilienz durch Unmutsäußerung und Verspottung : Politische Kritik in gefährlichen Kontexten

Der Zugang zur Vulnerabilität wird in diesem Beitrag durch eine Analyse resilienter Kritik gegen die politischen Regime in der DDR und im heutigen Russland untersucht. Diese Kritik kommt in Unmutsäußerungen oder durch Verspottung konkreter politischer Themen zum Ausdruck und wird trotz einer brutalen Sanktionierung seitens der Sicherheitsorgane artikuliert. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Eine Lösung welcher Probleme gewährleisten diese Kritikformen in solchen sensiblen Kontexten? Das hier analysierte empirische Material besteht zum einen aus privaten, abgehörten Telefongesprächen sowie aus direkten Kontaktaufnahmen von Bürger*innen zur Stasi; und zum anderen aus sanktionierten kritischen Meinungsäußerungen in öffentlichen Räumen im heutigen Russland. Auch wenn sich diese Beispiele voneinander zeitlich, lokal und medial unterscheiden, besteht dennoch eine Gemeinsamkeit im Ausgleich von Machthierarchien und der Entvulnerabilisierung der Betroffenen.

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