@PhdThesis{duepublico_mods_00074772,
  author = 	{Hauprich, Kai},
  title = 	{Die Mobiltelefon- und Internetnutzung durch Menschen mit Lebensmittelpunkt Stra{\ss}e in Nordrhein-Westfalen und ihr Nutzen in deren besonderen Lebensverh{\"a}ltnissen},
  year = 	{2021},
  month = 	{Sep},
  day = 	{09},
  keywords = 	{Obdachlosigkeit; Wohnungslosigkeit; Digitale Ungleichheit; Mobiltelefon; Internet; Soziale Arbeit; Internetforschung},
  abstract = 	{Die Mobiltelefon- und Internetnutzung durch Menschen mit Lebensmittelpunkt Stra{\ss}e in Nordrhein-Westfalen und ihr Nutzen in deren besonderen Lebensverh{\"a}ltnissen In den letzten Jahren hat die Zahl der wohnungslosen und von Wohnungsnot Betroffenen Menschen in Deutschland rapide zugenommen. Das System der Wohnungslosenhilfe st{\"o}{\ss}t vielerorts sowohl quantitativ als auch qualitativ an seine Leistungsgrenzen. Parallel zu dieser Entwicklung hat eine fortschreitende Digitalisierung tiefgreifende gesellschaftliche Ver{\"a}nderungsprozesse ausgel{\"o}st. {\"U}ber Nutzen und Gebrauchswert von Mobiltelefon und Internet f{\"u}r Menschen mit Lebensmittelpunkt Stra{\ss}e k{\"o}nnen sowohl die Praktiker{\_}innen der Basis als auch die h{\"o}chsten Organisationsebenen der Wohnungslosenhilfe in Deutschland h{\"a}ufig nur mutma{\ss}en. Denn mit Ausnahme einer {\"u}berschaubaren Anzahl von empirischen Untersuchungen (vorrangig aus den USA) gibt es bislang noch keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema. Diese Dissertation geht daher erstmalig in Deutschland der Frage nach: Wie gebrauchen Menschen mit Lebensmittelpunkt Stra{\ss}e Mobiltelefon und Internet und welchen Nutzen ziehen sie daraus im Hinblick auf ihre besondere Lebenssituation? Sie besch{\"a}ftigt sich mit der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Internet durch Menschen, die auf der Stra{\ss}e leben oder von anderen Formen der Wohnungslosigkeit betroffen sind. Dabei geht die Untersuchung zum einen der Frage nach, wie insbesondere wohnungslose und obdachlose Menschen Zugang zu Mobiltelefonen und Internet finden, wie die Ger{\"a}te und Medien von unterschiedlichen Gruppen dieses Personenkreises eingesetzt werden, welche Inhalte und Funktionen genutzt werden und zum anderen, welche H{\"u}rden genommen werden m{\"u}ssen, um trotz prek{\"a}rer Lebenssituation von digitalen Medien profitieren zu k{\"o}nnen. Es werden unterschiedliche Nutzungsstrategien und Formen der Aneignung in den Blick genommen und ihre besondere Relevanz im Kontext von Wohnungslosigkeit rekonstruiert. Die vorgelegte Arbeit untersucht zudem den Nutzen und die Gebrauchswerte von Mobiltelefon und Internet f{\"u}r Menschen mit Lebensmittelpunkt Stra{\ss}e und geht damit der Frage nach, was sie „davon haben`` digitale Medien zu nutzen, d.h. wie digitale Medien ihnen bei der Bew{\"a}ltigung der herausfordernden Lebensbedingungen helfen, denen sie unterworfen sind Dazu wird zun{\"a}chst die Mobiltelefon- und Internetnutzung von Menschen, die auf der Stra{\ss}e leben, aus dem Blickwinkel der Mehrheitsgesellschaft betrachtet. Dabei wird auf die Bedeutung kulturell und historisch gewachsener Sozialfiguren armer und wohnungsloser Menschen eingegangen, woraus sich eine Erkl{\"a}rung daf{\"u}r ableiten l{\"a}sst, warum diese Personen bislang nicht als Nutzer{\_}innen von Mobiltelefon und Internet vermutet wurden. Als empirischer Ausgangspunkt fasst die Dissertation sodann den internationalen Stand der Forschung zur Mobiltelefon- und Internetnutzung durch wohnungslose Menschen zusammen. Anhand einer systematischen Literaturauswertung verschiedener quantitativer und qualitativer empirischer Studien wird eine erste Wissensbasis geschaffen und es werden wiederkehrende Muster in der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien durch wohnungslose Menschen sowie {\"u}bergreifende Nutzungsformen zusammengefasst. Um das untersuchte Forschungsfeld zu beschreiben und das Ausma{\ss} und die Struktur von Wohnungslosigkeit in Deutschland darzustellen, werden verschiedene Sch{\"a}tzungen und Erhebungen zu Wohnungslosigkeit in Deutschland, Nordrhein-Westfalen und D{\"u}sseldorf miteinander verglichen. Die aktuelle gesellschaftliche Relevanz von Mobiltelefon und Internet wird verdeutlicht und mit der Problematik der sozialen Ungleichheit in Verbindung gebracht. Nach einer Beschreibung des Forschungsdesigns und der Spezifika einer Studie im Bereich der Wohnungslosigkeit beschreibt die Dissertation die Nutzung von Mobiltelefonen und Internet durch Menschen, die auf der Stra{\ss}e leben. Dabei wird u.a. auf die Verbreitung von Mobiltelefonen innerhalb dieser Gruppe sowie auf verschiedene Zugangsm{\"o}glichkeiten zum Internet eingegangen. Auch wird beschrieben, wie in verschiedene Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit der Digitalisierung umgegangen wird. Die Arbeit erl{\"a}utert schlie{\ss}lich vier zentrale Dimensionen des Nutzens von Mobiltelefonen und Internet f{\"u}r Menschen mit Lebensmittelpunkt Stra{\ss}e. Sie geht der Frage nach, wie Mobiltelefone genutzt werden, um sich vor Gefahren zu sch{\"u}tzen und das subjektive Sicherheitsgef{\"u}hl zu erh{\"o}hen. Es wird erl{\"a}utert, auf welche Weise digitale Medien positive Auswirkungen auf die soziale Eingebundenheit haben k{\"o}nnen, auch wenn die sie nutzenden Menschen keine eigene Wohnung haben. Anschlie{\ss}end wird aufgezeigt, in welcher Hinsicht Mobiltelefone und das Internet f{\"u}r den Aufbau und die Entwicklung eines positiven Selbstbildes n{\"u}tzlich sein k{\"o}nnen. Schlie{\ss}lich wird die beobachtbare Steigerung des seelischen Wohlbefindens der Menschen mit Lebensmittelpunkt Stra{\ss}e durch deren Mediennutzung erl{\"a}utert. Die Arbeit schlie{\ss}t mit Implikationen f{\"u}r die Soziale Arbeit sowie mit der Rolle und den Aufgaben einer zeitgem{\"a}{\ss}en Wohnungslosenhilfe in einer digitalisierten Gesellschaft.},
  doi = 	{10.17185/duepublico/74772},
  url = 	{https://duepublico2.uni-due.de/receive/duepublico_mods_00074772},
  url = 	{https://doi.org/10.17185/duepublico/74772},
  file = 	{:https://duepublico2.uni-due.de/servlets/MCRFileNodeServlet/duepublico_derivate_00074523/Diss_Hauprich.pdf:PDF},
  language = 	{de}
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