@PhdThesis{duepublico_mods_00074513, author = {Luhn M.Sc., Moritz}, title = {Transformation zur Elektromobilit{\"a}t: eine empirische Analyse zur Identifizierung der relevanten Einflussfaktoren und Modellierung der Transformationsf{\"a}higkeit von Automobilzulieferern in Deutschland}, year = {2021}, month = {Jun}, day = {25}, abstract = {Die Transformation zur Elektromobilit{\"a}t stellt die Automobilindustrie vor enorme Herausforderungen, von denen insbesondere die Zuliefererindustrie betroffen ist. Automobilzulieferer {\"u}bernehmen f{\"u}r die Hersteller immer mehr Entwicklungs- und Fertigungsarbeiten, weshalb die Bedeutung der Zulieferer innerhalb der Automobilindustrie in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Dabei sind viele Produktportfolios der Zulieferer noch nicht auf den elektrischen Antriebsstrang ausgelegt, was in Anbetracht der steigenden Verbreitung der Elektromobilit{\"a}t schwerwiegende Folgen haben wird. Basierend auf dieser Ausgangslage wird in dieser Arbeit untersucht, welche Transformationsf{\"a}higkeit die deutsche Zuliefererindustrie beim {\"U}bergang in die Elektromobilit{\"a}t besitzt und welche relevanten Einflussfaktoren f{\"u}r die F{\"a}higkeit identifiziert werden k{\"o}nnen. Zur Analyse der Transformationsf{\"a}higkeit wird zun{\"a}chst auf der Datenbasis verschiedener Prognosen und auf der theoretischen Grundlage der Diffusionstheorie ein logistisches Prognosemodell f{\"u}r zwei Transformationsgeschwindigkeiten der Elektromobilit{\"a}t bis zum Jahr 2040 entwickelt. Das entwickelte nat{\"u}rliche Hochlaufszenario ergibt im Jahr 2040 einen Anteil von reinen Elektrofahrzeugen (BEVs) von 76 Prozent, w{\"a}hrend das beschleunigte Hochlaufszenario, unter der Annahme eines Verbots von Verbrennungsfahrzeugen, einen Anteil von BEVs im Jahr 2040 von 100 Prozent prognostiziert. F{\"u}r den PKW-Weltmarkt ergeben sich aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie ebenfalls zwei prognostizierte Betrachtungswinkel, bei denen der Weltmarkt im Jahr 2040 zwischen 98 und 105 Millionen verkauften Fahrzeugen schwankt. Danach erfolgt eine technische Herleitung der zuk{\"u}nftig neuen und obsoleten Produkte durch die Elektromobilit{\"a}t. Ein direkter Vergleich des Fahrzeugaufbaus hat zum Ergebnis, dass zum einen die Hauptbereiche Antriebsstrang und Fahrwerk als betroffene Bereiche identifiziert werden k{\"o}nnen, wobei obsolete Komponenten haupts{\"a}chlich im Bereich des Antriebsstrangs zu finden sind. Zum anderen fehlt es den neuen Produkten, mit Ausnahme der Batterie, im Gegenzug an Komplexit{\"a}t und Differenzierungsm{\"o}glichkeiten f{\"u}r die Zulieferer. Es folgt als empirische Untersuchung eine Zuliefererbefragung, bei der n=103 Automobilzuliefererunternehmen teilgenommen haben und die, basierend auf der Besch{\"a}ftigtenzahl, zusammen rund 90 Prozent der deutschen Zuliefererindustrie repr{\"a}sentieren. Als ein Ergebnis der Auswertung zeigt sich unter anderem, dass noch rund ein Drittel des angegebenen Automotive-Umsatzes mit dem Gesch{\"a}ftsbereich Antriebsstrang Verbrennungsmotor generiert wird. Trotzdem rechnet fast die H{\"a}lfte der befragten Zulieferer mit einem Umsatzzuwachs durch die Elektromobilit{\"a}t. Zur Quantifizierung der Transformationsf{\"a}higkeit der Zulieferer und zur {\"U}berpr{\"u}fung des Produktportfolios wird daraufhin ein Modell entwickelt, das beschreiben soll, inwiefern das in der Befragung genannte Produktportfolio f{\"u}r Hybrid- und Elektrofahrzeuge tauglich ist. Gewichtet nach der Besch{\"a}ftigtenzahl ergibt sich f{\"u}r die befragten Zulieferer eine durchschnittliche BEV-Tauglichkeit des Produktportfolios bezogen auf den Umsatz von rund 64 Prozent. Mit dem zus{\"a}tzlich entwickelten qualitativen Modell der BEV-Tauglichkeit der Zusatzindikatoren wird au{\ss}erdem die Tauglichkeit bewertet, die eigene Wettbewerbsposition w{\"a}hrend der Transformation zu verbessern. Die folgende statistische Analyse der Zuliefererbefragung sowie die Anwendung des entwickelten Prognosemodells f{\"u}r zwei Transformationsgeschwindigkeiten kommen zu folgenden zentralen Ergebnissen: Gro{\ss}e Zulieferer sind besser f{\"u}r die Transformation ger{\"u}stet. Eine lange {\"U}bergangszeit hat eine gro{\ss}e Relevanz f{\"u}r die Industrie. Spezielle BEV-Produkte k{\"o}nnen den Umsatzr{\"u}ckgang abd{\"a}mpfen. Unabh{\"a}ngig von der Zuliefererbefragung erfolgt au{\ss}erdem eine Untersuchung zur Fragestellung, wie sich die Zuliefererindustrie auf die Transformation vorbereiten kann. Eine technische Herleitung eines zuk{\"u}nftig idealen Produktportfolios mit der Steigerung der Reichweite bei Elektrofahrzeugen als Leistungskennzahl des Portfolios hat zum Ergebnis, dass die Gesch{\"a}ftsbereiche Software, Elektromotoren/-antriebe, Klima/Heizung/Thermo, Elektronik, Batterie-/Akkutechnologie und Interior ein ideales zukunftsf{\"a}higes Produktportfolio f{\"u}r Zulieferer darstellen. Zusammengefasst ergeben sich somit folgende relevante Einflussfaktoren auf die Transformationsf{\"a}higkeit der Zulieferer: Die Tauglichkeit des Produktportfolios sowie das Entwicklungspotential Die Zulieferergr{\"o}{\ss}e Die Gr{\"o}{\ss}e und der zuk{\"u}nftige Inhalt des Produktportfolios Die L{\"a}nge der {\"U}bergangszeit}, doi = {10.17185/duepublico/74513}, url = {https://duepublico2.uni-due.de/receive/duepublico_mods_00074513}, url = {https://doi.org/10.17185/duepublico/74513}, file = {:https://duepublico2.uni-due.de/servlets/MCRFileNodeServlet/duepublico_derivate_00074287/Diss_Luhn.pdf:PDF}, language = {de} }