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Nachweis mesenchymaler Stamm-/Progenitorzellen im ovinen peripheren Blut und Vergleich mit mesenchymalen Progenitorzellen aus ovinem Nabelschnurblut - eine in vitro-Studie -

Grinstein, Olga

Einleitung: Im Gegensatz zum Einsatz embryonaler Stammzellen ist der Einsatz von Progenitorzellen aus dem Nabelschnurblut (CB) auf dem orthopädischen Fachgebiet möglich. Multipotente, mesenchymalen Progenitorzellen (MSC) sind zwar auch im erwachsenen Organismus in zahlreichen Geweben (u. a. im peripheren Blut (PB), Knochenmark, Fettgewebe) nachweisbar, sind jedoch v.a. in der Anzahl begrenzt. In jüngster Vergangenheit wurden MSC auch im ovinen Nabelschnurblut (USSC) nachgewiesen. In dieser vitro-Studie wurde untersucht, ob bei dieser Spezies neben den im Nabelschnurblut nachgewiesenen MSC auch im peripheren Blut Progenitoren existieren. Methoden: Aus dem peripheren Blut (PB) von sechs Schafen und aus dem Nabelschnurblut von zwei Schafen erfolgte die Isolation, Kultivierung und Expansion mononukleärer Zellen. Nach der Passagierung wurde der Anteil der MSC mittels Durchflusszytometrie detektiert und quantifiziert(CD34-/45-/14-/CD44+/90+/105+). Die Zellen wurden osteogen, chondrogen und adipogen stimuliert. Unstimulierte Zellen dienten als Kontrollgruppe. Nach jeweils 10 und 21 Tagen Inkubation wurde der Differenzierungsstatus morphologisch, (immun-)zytochemisch (Adiponectin, PPAR, Ölrot O, Osteocalcin, Rank, Alkalische Phosphatase, Cartilage Proteoglycan, Collagen 2, Safranin O, Alzianblau-PAS) und molekularbiologisch mittels RT-PCR (Collagen 1, PPAR, Aggrecan) erhoben. Ergebnisse: In allen PB-Proben wurden MSC durchflusszytometrisch nachgewiesen. Es zeigte sich eine deutlich stärkere Expression der jeweiligen zelllinientypischen Parameter im Vergleich zur unstimulierten Kontrollgruppe, wobei auch diese eine geringe Differenzierungstendenz aufwies. Die Expression von CD105 und CD90 fiel in der CB-Population höher aus als in der PB-Gruppe. (Immun-)zytochemisch unterschieden sich Progenitorzellen aus CB und PB weitestgehend nicht voneinander. Konklusion: Das PB von jungen Schafen beinhaltet MSC, ähnlich dem CB der gleichen Spezies. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um diese leicht zugängliche Quelle für die Tissue engineering-Forschung zu etablieren. Der Schwerpunkt sollte im Bereich der monoklonalen Antikörper und in situ-Marker gesetzt werden, da diese für die Spezies Schaf bisher nur vereinzelt verfügbar sind.

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Zitierform:

Grinstein, Olga: Nachweis mesenchymaler Stamm-/Progenitorzellen im ovinen peripheren Blut und Vergleich mit mesenchymalen Progenitorzellen aus ovinem Nabelschnurblut - eine in vitro-Studie -. 2017.

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