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Vermeidbare und potenziell-vermeidbare Todesfälle in der frühen Phase der Schwerstverletztenversorgung – eine retrospektive Untersuchung von 2304 Patienten

Schilling, Marc-Frederic

In dieser Studie untersuchten wir retrospektiv ein Patientenkollektiv von 2304 Patienten, das im Zeitraum von Juli 2002 bis Dezember 2011 im Schockraum der Universitätsklinik Essen behandelt wurde. Um einen Beitrag zur Optimierung der Qualität bezüglich der Traumabehandlung und des Traumamanagements zu leisten, wurden verschiedene Daten erhoben und unter der Prämisse der Detektion von vermeidbaren und potenziell-vermeidbaren Todesfällen analysiert. Eingeteilt in drei verschiedene Altersgruppen (unter 16 Jahren, 16-75 Jahre, über 75 Jahre) wurden die verstorbenen Patienten gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation vier verschiedenen Kategorien zugeordnet. Obwohl die Rate an vermeidbaren Todesfällen in allen Altersgruppen (unter 16 Jahren: 0%, 16-75 Jahre: 4,15%, über 75 Jahre: 3,13%) unter derer anderer nationaler und internationaler Studien liegt, in denen Werte zwischen 5,3 und 10,7% angegeben werden, bleibt festzuhalten, dass auch in einem überregionalen Traumazentrum Behandlungsfehler wie exzessive Flüssigkeitssubstitution, Probleme mit dem Airway Management, Verzögerungen in Diagnostik und Behandlung und unzureichende Blutungs- und Gerinnungskontrolle vorkommen, die auch unter Einfluss dieser Arbeit in Zukunft vermieden werden könnten.

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Schilling, Marc-Frederic: Vermeidbare und potenziell-vermeidbare Todesfälle in der frühen Phase der Schwerstverletztenversorgung – eine retrospektive Untersuchung von 2304 Patienten. 2016.

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