Bildung und zukünftige Vorstellungen von Familiengründung und Partnerschaftsbeziehungen bei (Erwachsenen) Scheidungskindern : eine empirische Analyse

Tas, Besra

1. Fragestellung/Zielsetzungen der Dissertation
Ziel dieser Forschungsarbeit war es, anhand einer Pilotstudie zu untersuchen, wie eine Scheidung der Eltern die Familienvorstellungen und den Bildungslebenslauf der Scheidungskinder beeinflusst. Es wurde analysiert, ob und in welchem Ausmaß Kinder bzw. Jugendliche, die in der Kindheit bzw. Jugend (also im Alter bis 18 Jahre) die Trennung bzw. Scheidung der Eltern miterlebt haben, im Bereich Bildung und zukünftige Vorstellungen von Familiengründung und Partnerschaftsbeziehung beeinflusst werden. Im Bildungsbereich wurde, auf den Zeitpunkt der Scheidung bezogen, in drei Phasen unterschieden, in denen Einflüsse auftreten können: in die Phase vor, während und nach der Scheidung. Die Testpersonen wurden befragt, ob sie von Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten sowie einer Leistungsverweigerung oder dem Abfall der schulischen Leistungen durch Trennung/Scheidung der Eltern betroffen waren. Hierbei wurde auch ein möglicher sozialer und emotionaler Rückzug in diesen drei Phasen abgefragt. Weiterhin wurde untersucht, inwieweit die Auseinandersetzungen der Eltern der Scheidungskinder in diesen drei Phasen die Betroffenen beeinflussen. Im zweiten Teil war es Ziel der Studie, zu untersuchen, wie sich die erwachsenen Scheidungskinder später eine Familiengründung oder Partnerschaftsbeziehungen vorstellen. Im zweiten Teil der Untersuchung wurden die Antworten der ehemaligen Scheidungskinder mit denen einer Kontrollgruppe verglichen, die sich aus Erwachsenen zusammensetzte, die in intakten Familien aufgewachsen sind. Untersucht wurde, ob sich die erwachsenen Scheidungskinder in Zukunft eine Heirat vorstellen können. Welche Vorstellungen von einer zukünftigen Familiengründung und Partnerschaftsbeziehung haben die betroffenen erwachsenen Scheidungskinder? Wollen sie später Kinder haben? Haben sie mehr Probleme mit einer zukünftigen Familiengründung und Partnerschaftsbeziehung als Erwachsene aus intakten Familien? Sind ihre Vorstellungen bezüglich Familiengründung und Partnerschaftsbeziehung anders, also negativer oder skeptischer, als bei Erwachsenen, die in intakten Familien aufgewachsen sind? Oder sind sie hinsichtlich ihrer Vorstellung über eine spätere Familiengründung und Partnerschaftsbeziehungen beeinträchtig?
1.1 Studiendesign
Das Forschungsvorhaben der Pilotstudie wurde mit quantitativen Forschungsmethoden untersucht. Die methodische Vorgehensweise der empirischen Untersuchung erfolgte als schriftliche Befragung. Die Fragebögen bestanden aus offenen und geschlossenen Fragen und wurden selbst entwickelt. Die Mehrheit der beteiligten Probanden waren deutsche Studierende. 84,0 % der erwachsenen Scheidungskinder waren deutsche Studierende. Auch hier bei der Kontrollgruppe bestand mit 82,0 % ein hoher Anteil der Probanden aus deutschen Studierenden. Die restlichen Fragebögen wurden von Studierenden der Universität Duisburg Essen aus verschiedenen Ländern ausgefüllt. Die Fragebögen wurden in Seminaren, Vorlesungen, Uni-Cafes verteilt und wieder eingesammelt. Manche Studierende haben auch die Fragebögen mit nach Hause genommen und bei der nächsten Gelegenheit wieder abgegeben.
Anzahl der Gesamtbeteiligten der Studie
Insgesamt haben an dieser Pilotstudie 200 Studierende der Universität Duisburg-Essen teilgenommen. Die Probanden wurden entsprechend den Vorgaben des Forschungsdesigns ausgewählt und befragt. Das Sample setzte sich aus N = 100 Studierenden mit Scheidungshintergrund (Experimentelgruppe) und N = 100 Studierenden, die in intakten Familien aufgewachsen sind (Kontrollgruppe), zusammen.
Untersuchungszeitraum
Die Befragung der Experimentelgruppe erfolgte von 2008 bis Anfang 2010. Der Großteil der Fragebögen wurde im Jahr 2009 verteilt und eingesammelt. Die Befragung der Kontrollgruppe fand im Jahr 2009 und 2010 statt. Der Großteil der Fragebögen der Kontrollgruppe wurde im Jahr 2010 bearbeitet.
Datenmanagement
Nach der Befragung wurden die Fragebögen in einem ersten Arbeitsschritt deskriptiv ausgewertet. Anschließend wurden je nach Skalierungsniveau der jeweiligen Variablen Kreuztabellen, Varianzanalysen, Korrelationen bzw. T-Tests erstellt bzw. durchgeführt.
1.2 Ergebnisse
Männliche Scheidungskinder weisen im Vergleich zu weiblichen Scheidungskindern ungünstigere, signifikant schlechtere Ergebnisse in den Bereichen Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsverweigerung und Abfall der Schulleistungen auf. Die Ergebnisse der empirische Untersuchung im ersten Teil der vorliegenden Untersuchung zeigen, dass männliche Scheidungskinder in der Schule vor der Scheidungsphase keine signifikant anderen Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten hatten als weibliche Scheidungskindern. Aber während der Scheidungsphase bestanden zwischen männlichen und weiblichen Scheidungskindern hoch signifikante Unterschiede hinsichtlich der Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten: Hier waren die Jungen deutlich stärker betroffen als die Mädchen. Dasselbe gilt für die Zeit nach der Scheidungsphase: Auch hier waren die Jungen signifikant stärker betroffen als die Mädchen.
Vor allem zeigten die Ergebnisse im Bereich der Leistungsverweigerung in der Schule deutlich, dass männliche Scheidungskinder in der Schule wegen Scheidung der Eltern wegen eben dieser Leistungsverweigerung mehr Probleme bekommen haben. Sie verweigerten sich mehr als die weiblichen Scheidungskinder. Männliche Scheidungskinder hatten in allen drei Phasen, also vor, während und nach der Scheidungsphase, deutlich mehr Probleme mit Leistungsverweigerung gehabt als weibliche Scheidungskinder.
Im Bereich Abfall der Schulleistungen haben die männlichen Probanden der vorliegenden Untersuchung schlechter abgeschnitten als die weiblichen. Nur vor der Scheidungsphase gab es keine signifikanten Unterschiede. Die Ergebnisse der vorliegende Arbeit zeigen, dass bei männlichen Scheidungskindern während der Scheidungsphase ein hoch signifikanter und nach der Scheidungsphase ein signifikanter Unterschied im Abfall der Schulleistungen zu verzeichnen war.
In allen drei Phasen der Scheidung, also vor während und nach der Scheidung, hatten die männlichen Scheidungskinder keine größere Neigung zum sozialen und emotionalen Rückzug als weibliche Scheidungskinder gehabt. Auch die Ergebnisse des Bereichs Einfluss der Auseinandersetzung der Eltern auf die Scheidungskinder zeigten keinen signifikanten Unterschiede, auch nicht in der Vor-Scheidungsphase. Die Frage, ob die Scheidung der Eltern für männliche Scheidungskinder eine stärkere Störung in ihrem Leben darstellt als für die weiblichen Scheidungskinder, zeigte keinen signifikanten Unterschied. Die Vermutung, dass männliche Scheidungskinder mehr stressbedingte Symptome vor oder nach den Besuchstagen zeigen als weibliche Scheidungskinder, hat sich auch nicht bestätigt. Im zweiten Teil der Untersuchung wurden die Vorstellungen der Scheidungskinder über zukünftige Partnerschaften bzw. Familiengründungen erhoben. Der Vergleich zwischen Experimentalgruppe und Kontrollgruppe ergab, dass erwachsene Scheidungskinder, die die Scheidung der Eltern im Alter bis zu 18 Jahren miterlebt haben, einer späteren Heirat ablehnender gegenüberstehen als erwachsene Studierende, die in intakten Familien aufgewachsen sind. Die Ergebnisse zeigten hier einen signifikanten Unterschied. Bei den Vorstellungen über eine spätere Heirat gab es keine geschlechtsspezifisch signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Eine Hypothese ging davon aus: Je jünger die erwachsenen Scheidungskinder während der Scheidung der Eltern sind, desto mehr werden sie in ihrer späteren Familiengründung und Partnerschaft beeinträchtigt. Diesbezüglich zeigten die Ergebnisse dieser Studie keinerlei signifikante Unterschiede. Auch zwischen den Geschlechtern konnte kein signifikanter Unterschied bezogen auf das Alter herausgefunden werden.
Bei den Vorstellungen über eine mögliche Familiengründung der Experimentalgruppe und der Kontrollgruppe zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Es gab auch keinen signifikanten Unterschied zwischen den Geschlechtern beider Gruppen untereinander.
Bei der Vorstellung über eine Scheidung als mögliche Konfliktlösung für Probleme in der eigenen Ehe konnte kein signifikanter Unterschied zwischen der Experimentalgruppe und der Kontrollgruppe gefunden werden. Die Hypothese, dass erwachsene Scheidungskinder sich in ihrer Vorstellung von Familiengründung und Partnerschaft später bei Eheproblemen, auch wenn sie Kinder haben, schneller scheiden lassen würden als Erwachsene, die in intakten Familien aufgewachsen sind, konnte nicht bestätigt werden. Signifikante Unterschiede konnten allerdings bei den Geschlechtern herausgearbeitet werden. Hoch signifikante Unterschiede konnten zwischen den Geschlechtern in der Experimentalgruppe gefunden werden. Es stellte sich heraus, dass Frauen sich in ihrer Vorstellung später bei Eheproblemen, auch wenn sie Kinder haben, schneller scheiden lassen würden als männliche erwachsene Scheidungskinder.
Auch bei der Geschlechtern in der Kontrollgruppe ergaben sich signifikante Unterschiede. Auch hier stimmten Frauen deutlich eher, später bei Eheproblemen, auch wenn sie Kinder haben, für eine Scheidung. Die beiden Hypothesen hinsichtlich der Unterschiede zwischen den Geschlechtern haben sich somit bestätigt. Dies weist darauf hin, dass Frauen generell später bei den Eheproblemen eher für Scheidung sind, dies hat mit dem Scheidungshintergrund nichts zu tun. Die Scheidung der Eltern hat hier also keinen erkennbaren Einfluss ausgewirkt.
Die Ergebnisse des Bereichs „Auf der Suche nach dauerhafter Liebesbeziehung“ zeigten bei dem Vergleich Experimentalgruppe – Kontrollgruppe keinen signifikanten Unterschied; signifikante Unterschiede konnten nur zwischen den Geschlechtern in der Kontrollgruppe herausgearbeitet werden. Frauen aus intakten Familien waren signifikant häufiger auf der Suche nach dauerhaften Liebesbeziehungen als die Männer in dieser Gruppe. Die Frage, ob Erwachsene mit Scheidungshintergund eher auf der Suche nach einer dauerhaften Liebesbeziehung sind, zeigte kein signifikantes Ergebnis. Auch ein Unterschied zwischen den Geschlechtern in der Gruppe der ehemaligen Scheidungskinder konnte nicht festgestellt werden. Die Annahme, dass Scheidungskinder bei der Partnerwahl eher auf Menschen mit vergleichbaren Erfahrungen zurückgreifen würden, zeigte keinen signifikanten Unterschied.
Bei der Vorstellung von eigenen Kindern, also bei der Frage, ob erwachsene Scheidungskinder eher keine oder weniger Kinder haben wollen als die Mitglieder der Kontrollgruppe, zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Insgesamt ist an dieser Stelle festzustellen: Auf den Kinderwunsch hat es keinen Einfluss, ob ein Erwachsener aus einer Scheidungsfamilie stammt oder nicht. Auch unter Geschlechtern in den beiden Gruppen konnte kein signifikanter Unterschied gefunden werden.
Bei der Frage, ob Erwachsene mit Scheidungshintergrund in ihrer Vorstellung über eine mögliche eigene Scheidung eher das Sorgerecht für ihre Kinder beantragen würden als diejenigen aus intakten Familien, konnte kein signifikantes Ergebnis festgestellt werden. Signifikante Ergebnisse gab es aber bei den Geschlechtern. Hier zeigten die Ergebnisse, dass die Frauen ein deutlich größeres Interesse am Sorgerecht für die eigenen Kinder im Falle einer späteren Scheidung haben. Ein signifikanter Unterschied konnte zwischen den Geschlechtern gefunden werden. Die Frauen in der Experimentalgruppe waren signifikant stärker am Sorgerecht für ihr Kinder interessiert als die Männer. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern in der Kontrollgruppe zeigte sogar einen höchst signifikanten Unterschied auf: Auch hier sind die Frauen stärker an einem Sorgerecht für die eigenen Kinder im Falle einer Scheidung interessiert als die Männer.
Abschließend bleibt also festzuhalten: Eine Scheidung übt auf die von ihr betroffenen Kinder starke negative Einflüsse aus. Auch wenn nicht alle Hypothesen im Rahmen der vorliegenden Studie bestätigt werden konnten, so ist doch davon auszugehen, dass eine Scheidung grundsätzlich ein traumatisches Erlebnis für Kinder ist, das sich negativ auf die Psyche der Heranwachsenden auswirkt. Diese Auswirkungen sind nicht nur in der unmittelbaren Phase der Scheidung und der damit verbundenen Auseinandersetzungen festzustellen, sondern reichen weit über das tatsächliche Ereignis hinaus.
In der vorliegenden Studie konnten nicht nur in der Rückschau der Probanden Probleme in der Schulzeit festgestellt werden. Sondern es ergaben sich auch Einflüsse auf die eigene Lebensplanung, und das viele Jahre nach dem die Scheidung der Eltern durchlebt wurde.

1. Research question/aims and objectives of the dissertation
The aim of this research paper has been to investigate, on the basis of a pilot study, how children’s education and their concept of ‘family’ are influenced by the divorce of their parents. I have analysed whether and to what extent attitudes towards education and to relationships and starting a family are affected among children and young people (up to 18 years of age) who experience the separation or divorce of their parents. Starting with the time of the divorce, in the area of education three phases were identified in which influences may occur, namely, the phases before, during and after the divorce itself. Subjects were asked if the divorce or separation of their parents had caused them to experience any difficulties with concentration or studying, or a drop in their academic performance or their application to work. A potential social or emotional retreat in these three phases was also tested for. Further, I looked at the extent to which the children were affected by the arguing and quarrelling of their parents. The objective in the second part of this paper was to examine what these children later, when they become adults, thought about personal relationships and starting a family. The responses they gave were compared with those of a control group made up of adults who had grown up in stable, or ‘intact’, families. I examined whether the subjects now, as adults, could imagine themselves marrying at some time in the future; what their attitudes toward relationships and having children were; whether they wanted children of their own in the future. Did they have more problems with relationships and starting a family than adults from stable family backgrounds? Were their ideas about family and relationships different, that is, negative or sceptical, in relation to those of adults from stable backgrounds? And had such ideas been impaired by their experiences?
1.1 Design of the study
The research plan of the pilot study decides on quantitative research methods. The empirical study was carried out in the form of a written questionnaire which consisted of open and closed questions and was developed by myself. The majority of the test persons were German students. 84% of the adults from divorce-families were German students. The control group also contained a high percentage (82 %) of German students. The remaining questionnaires were filled in by students of various nationalities from the University of Duisburg Essen. The questionnaires were distributed in seminars, lectures and university cafes and later collected back in. Some subjects took them home and returned them at the next opportunity.

Total number of participants
Altogether, 200 students from the University of Duisburg Essen took part in this pilot study. The test subjects were selected and questioned according to the guidelines of the experiment design. The sample consisted of N = 100 students from a background of divorce (experimental group) and N = 100 students who grew up in stable families (control group). Period of the study
The test with the experimental group took place from 2008 to the beginning of 2010. The majority of the questionnaires were distributed and collected back in in 2009. The test with the control group was conducted in 2009 and 2010; the majority of their papers were processed in 2010.
Data management
As a first step, when the papers had been collected in they underwent a descriptive analysis. After this, according to the level of the variables, contingency tables, variance analyses and correlations, or T-tests, were drawn up and carried out.
1.2 Results
Compared with their female counterparts, boys from divorced parents exhibit more unfavourable, significantly inferior results in the areas of concentration and learning difficulties, counterperformance and deteriorating academic grades. The results from the empirical test in the first part of this study show that schoolboys had no significant concentration or learning difficulties compared with girls before the divorce of their parents. But during the divorce phase there was a considerable difference in these areas: the boys were much more greatly affected than the girls. The same applies to the period after the divorce: here also, it was the boys who were significantly more affected. In particular, the results in the area of academic counterperformance showed clearly that, precisely because of this refusal to perform academically, the boys had more problems in school. They refused to work more often than the girls. The boys had much greater problems concerning counterperformance than their female counterparts in all three phases, i.e. before, during and after the divorce period.
In the area of deteriorating school grades the results of the male test persons in this study were inferior to those of the females. Only before the divorce phase were no significant differences to be seen. From the results of the present study we can see that there was during the divorce phase a highly significant and after the divorce phase a significant difference between boys and girls in the degree of the drop in academic performance.
In none of the three phases (before, during or after the divorce) did the males show any higher tendency to social or emotional withdrawal than the females. The results concerning the influence of parents’ quarrelling also showed no noteworthy differences, even in the pre-divorce phase. The question pertaining to whether the divorce of the parents had caused a greater disruption in the lives of the males than the females revealed no notable difference. The supposition that boys showed more symptoms of stress than girls before or after visiting days was also not confirmed.
The second part of the study highlighted the test persons’ expectations concerning future personal relationships and starting a family. A comparison between the experimental and the control group revealed that children of divorced parents who experienced the divorce before they were 18 were more hostile to the idea of marriage than non-divorce children. In these results a definite difference was in evidence. In both groups there were no notable differences between the sexes on the question of marriage. One hypothesis has made the assumption that the younger the children were at the time of the divorce the more they would be impaired in developing relationships and starting a family. In this regard there were no notable variances in the results of this study, nor could any significant differences between the sexes be determined.
There was no major difference on the question of starting a family between experimental and control group, nor between the sexes in each group.
No significant difference could be detected between the experimental and the control group concerning divorce as a possible solution to conflict in marriage. The hypothesis that adults from divorced parents expect in the future to seek divorce as a solution to their own relationship and marriage problems, even if children are present, more than those from ‘intact’ families could not be verified. Notable differences between the sexes could, however, be determined. Indeed, highly significant differences were revealed between the sexes in the experimental group. It was found that women from divorce families expected to seek divorce as a solution to any future marital problems of their own, even if they had children, more often than their male counterparts.
Considerable differences were also in evidence between the sexes in the control group. Here, too, the women affirmed the idea of divorce in future marital conflict, also if they had children, more readily than the men. The two hypotheses regarding differences between the sexes have therefore been confirmed. This shows that women are generally more ready to seek divorce than men in the case of marital problems, which has nothing to do with the background circumstances of the marriage. The divorce of the parents has therefore no recognizable influence. The results in the area ‘In search of a lasting, loving relationship’ revealed no significant difference between the experimental and control groups. This could only be found between the sexes in the control group. Women from intact families were notably more often in search of lasting relationships than the men in this group. No significant results emerged from the question of whether adults from divorced parents more readily seek lasting relationships. The assumption that people from divorced parents seek partners with similar experiences was not confirmed. No difference, either between the groups or between the sexes, was in evidence.
On the question of children, i.e. whether adults from divorced parents would rather have no children or fewer than those in the control group, no notable divergences emerged. In general, we can say at this point that coming from a background of divorce or from an intact family has no influence on a person’s attitude to having children. There was here also no difference between the sexes in either group.
No noteworthy difference could be determined between the two groups regarding the question of whether one would apply for child custody in the event of divorce. There were considerable differences, however, between the sexes. Here, the results demonstrated that the women were considerably more interested in custody of their children. While the women in the experimental group were significantly more interested in custody than the men, the difference between the women and the men in the control group was highly significant.
In conclusion, we may say that a divorce has very negative effects on the children involved. Although not all the hypotheses concerned with this study could be verified, we may assume that a divorce is a fundamentally traumatic experience for children, and one that has negative psychological effects on them as they grow up. These effects are felt not only directly during the divorce phase and the conflicts associated with it, but far into the future thereafter.
In the present study, not only did the test persons discover problems when looking back on their school years, but their plans for the future were also affected, even years after the actual divorce experience.

Preview

Share and cite

Citation style:

Tas, Besra: Bildung und zukünftige Vorstellungen von Familiengründung und Partnerschaftsbeziehungen bei (Erwachsenen) Scheidungskindern. eine empirische Analyse. 2012.

Could not load citation form. Default citation form is displayed.

Rights

Use and reproduction:
All rights reserved

Export